Linienwette
Einer dieser Begriffe ist die Linienwette. Bei einer sogenannten Linienwette setzt man auf das Gesamtergebnis eines bestimmten Wettbewerbs. Im Gegensatz zu Back- und Lay-Wetten kommt es nicht darauf an, sich gegen oder für den Ausgang eines Ereignisses zu entscheiden, sondern vorherzusagen, ob das Ergebnis über oder unter einem bestimmten Wert liegen wird. Zu diesem Zweck gibt es bei Linienwetten zwei Handlungsmöglichkeiten: Kaufen und Verkaufen. Kauft man eine Linie bei einem bestimmten Wert, setzt man darauf, dass das Endergebnis über diesem Wert liegen wird. Verkauft man eine Linie bei einem bestimmten Wert, setzt man darauf, dass das Endergebnis unter diesem Wert liegen wird. Da Linienwetten über festgesetzte Quoten verfügen, das heißt, diese nicht von den Teilnehmern gestaltet werden, hängt der erbrachte Einsatz nicht proportional von dem Ergebnis ab, sondern davon, ob man richtig gekauft beziehungsweise verkauft hat.
Back- und Lay-Wette
Die Begriffe Back-Wette und Lay-Wette werden Ihnen beim Sportwetten immer wieder begegnen. Daher wollen wir zunächst einmal eine Begriffserklärung vornehmen. Die Back-Wette entspricht der klassischen Sieg-Wette, welche man bei allen Online-Buchmachern abschließen kann. Bei einer Back-Wette wird darauf gewettet, dass ein bestimmtes Ereignis eintritt. Man setzt also beispielsweise auf den Sieg des Lieblingsvereins oder das Michael Schumacher nach seiner Rückkehr wieder Formel1-Weltmeister wird. Eine Back-Wette schließt man zu einer festen Wett-Quote ab, anhand derer der eventuelle Gewinn errechnet werden kann. Im Gegensatz dazu sind Lay-Wetten dadurch gekennzeichnet, dass darauf gewettet wird, dass ein bestimmtes Ereignis eben nicht eintritt. Bei einer Lay-Wette nimmt der Sportwetter demnach die Rolle des klassischen Buchmachers ein. Er bietet eine Sport-Wette zu einer von ihm festgelegten Wett-Quote mit einem festen Betrag an, welche ein anderer Sportwetter zu der vorgegebenen Wettquote annimmt.
Der Point Spread
Der Begriff Point Spread gehört zu den komplexesten und gleichzeitig wichtigsten Ausdrücken in der Welt der Sportwetten. Aufgrund dessen sollten sich unerfahrene Sport-Laien im Vorfeld ausführlich mit dem Point Spread beschäftigen und versuchen, dessen Funktionsweise zu verstehen. Der Point Spread wurde in erster Linie dazu entwickelt, dass bei den Sportwetten ein ausgeglichenes Verhältnis entsteht. Wenn Wett-Freunde nicht die Möglichkeit hätten, Point Spread Wetten zu platzieren, würden wahrscheinlich alle auf den klaren Favoriten einer sportlichen Begegnung tippen. Dies ist natürlich nachvollziehbar, schließlich bringt die favorisierte Mannschaft die besseren Voraussetzungen für einen Sieg mit.
Auf den ersten Blick erscheint dies überhaupt nicht schlecht, weil hierbei praktisch alle Wetten erfolgreich wären und somit rein theoretisch mit einem Gewinn belohnt werden würden. Da aber die verlorenen Wett-Einsätze als Gewinne ausgezahlt werden und es in diesem Beispiel keine oder nur sehr wenige verlorene Sportwetten gibt, steht dem Buchmacher kein Geld zur Verfügung, dass er als Gewinn ausschütten könnte.
Wie funktioniert ein Point Spread?
Mithilfe des Point Spreads wirkt der Buchmacher dem oben aufgeführten Beispiel effektiv entgegen, denn selbst wenn alle seine Kunden an den Sieg des Favoriten glauben, sorgt der Point Spread für ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen verlorenen und gewonnen Wetten. Dies liegt daran, dass zwar viele Wett-Freunde nur dem Favoriten den Sieg zutrauen, aber den finalen Punktevorsprung niedriger als den Point Spread einschätzen.
Andererseits gibt es mit Sicherheit auch Menschen, die den Underdog für absolut chancenlos halten und deshalb davon ausgehen, dass die favorisierte Mannschaft den Point Spread sogar noch übertreffen wird. Folglich bewirkt der Point Spread auch dann eine optimale Verteilung der Wetten, wenn alle von einem Sieg des Favoriten ausgehen.
Nicht nur die Funktionsweise des Point Spreads ist für viele Wett-Laien verwirrend, sondern ebenfalls dessen Bennenung. So findet man auf den Anzeigetafeln im Wettbüro immer wieder Phrasen, wie zum Beispiel "Team A -5". Dieser kurze Text enthält mehrere wichtige Informationen, sodass Wett-Freunde unbedingt mit der Schreibweise des Point Spreads vertraut sein müssen.
Definition eines Point Spreads
Bei der Definition eines Spreads spielen zahlreiche Faktoren eine Rolle, wodurch sich die Festlegung nicht selten kompliziert gestaltet. So ist es unter anderem von Bedeutung, ob es sich für eine Mannschaft um ein Heimspiel handelt oder nicht. Darüber hinaus beeinflusst auch die Beschaffenheit des Austragungsortes den Spread, denn einige Tennisspieler zeigen beispielsweise auf einem Grasplatz deutlich bessere Leistungen.
Zusätzlich können Verletzungen von bedeutsamen Spielern eine Mannschaft enorm schwächen, wodurch deren Chancen auf einen Sieg erheblich sinken. Aber vor allem das allgemeine Kräfteverhältnis zwischen den beiden Teams ist für die Festlegung des Spreads wichtig, da hierbei die Rolle des Favoriten, sowie die des Underdogs verteilt wird.
Turniere, die im Freien stattfinden, sind außerdem von den gegebenen Witterungsbedingungen abhängig, sodass hiervon ebenfalls die Leistung der jeweiligen Mannschaften beeinflusst wird. Somit existiert eine Vielzahl an Komponenten, von denen der Spread mehr oder weniger abhängig ist.