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Online-Sportwetten

Was sind Online-Sportwetten?

Bei Online-Sportwetten wird Geld auf bestimmte Sportveranstaltungen gesetzt. Wettanbieter sind in erster Linie entweder traditionelle Wettlokale vor Ort, bei denen Einsatz und Gewinne bar ein- und ausbezahlt werden, oder Online-Wettanbieter (Buchmacher), bei denen das Wettgeld auf zuvor eingerichteten Wettkontos überwiesen wird. Je nach Anbieter und eventueller Gebühren sowie viel mehr noch wegen der unterschiedlichen Wettquoten kann ein möglicher Gewinn verschieden hoch ausfallen.

Wie Online-Sportwetten funktionieren

Der englische Begriff Odds (Quoten) stammt eigentlich aus der Mathematik und bezeichnet die berechnete Wahrscheinlichkeit. In der Welt der Online-Sportwetten drücken die Quoten aber keine Gewinnchancen oder die Wahrscheinlichkeit einer Niederlage aus, sondern beschreiben die Linien einer Wette. Die Wettlinien variieren je nach Sportart und können entweder aus dem Point Spread oder der Money Line bestehen. Daher geben die Quoten in der Regel das jeweilige System einer Sportwette an und stellen somit wichtige Elemente einer jeden Wette dar. Für Wetter, im englischen auch Punter genannt, spielt die Line stets eine große Rolle, denn auf diese Art und Weise kann man verschiedene Wett-Angebote leicht miteinander vergleichen.

Auf welche Sportarten kann gewettet werden?

Heute können für fast alle Sportarten Online-Wetten abgegeben werden. Fußballwetten sind dabei, die mit großem Abstand, die beliebtesten, wobei keineswegs nur auf Bundesligaspiele, sondern auch auf Spiele in unteren Klassen in- und ausländischer Ligen sowie Länderspiele, Champions-League-Spiele oder im Sommer auch Freundschaftsspiele gesetzt wird. Aber auch bei Tennis, Eishockeyspielen, Boxkämpfen, Formel1-Rennen, Skirennen oder bei amerikanischen Sportarten wie Baseball, Basketball oder Football, sowie bei Tierwettkämpfen, wie z.B. Pferderennen oder Hunderennen, wird sehr gerne gewettet.

Was sind Wettbüros, Buchmacher und Wettbörsen?

Online-Sportwetten werden wie bereits angeführt in erster Linie von Wettbüros und Buchmachern zu festen Wettquoten angeboten. Bei einer Online-Sportwette tritt man gegen den Buchmacher als Wettgegner an. In den letzten Jahren hat sich neben dem Buchmacher-Angebot aber noch eine weitere, moderne Form der Online-Sportwetten entwickelt, bei der man nicht gegen einen Buchmacher wettet, sondern gegen andere Wettspieler. An sogenannten Wettbörsen kann man das tun und damit nicht nur ganz normale Online-Sportwetten abschließen, sondern auch selbst in die Rolle des Buchmachers schlüpfen, eigene Wettquoten anbieten und auch wie beim Handeln an Aktienbörsen, mit abgeschlossenen Wettscheinen handeln - also kaufen und verkaufen. Weil die Buchmacher-Marge hier wegfällt, sind an Wettbörsen höhere Quoten als bei Buchmachern möglich. Allerdings soll nicht verschwiegen werden, dass an Wettbörsen für gewonnene Wetten eine Gebühr, die sogenannte "Kommission" fällig wird, welche das Argument der hohen Quoten etwas abschwächt.

Wie berechnen sich die Wettquoten?

Um Quoten festlegen zu können muss der Buchmacher die Wahrscheinlichkeit für den Eintritt eines bestimmten zukünftigen Ereignisses einschätzen. Größere Wettbüros arbeiten dabei mit extrem umfangreichen, statistischen Materialien. Außerdem beschäftigen sie dafür Leute mit großer Erfahrung und Sportkenntnissen. Kleinere Wettbüros halten sich einfach an die Quoten der Branchengrößen und weichen nur wenig davon ab. Das europäische Format der Wettquoten wird in Dezimalzahlen angegeben. Die Quote gibt dabei das Verhältnis vom Einsatz zum möglichen Gewinn an. Der auszuzahlende Betrag ergibt sich aus der Multiplikation des Einsatzes mit der Quote. Um den Reingewinn zu errechnen, muss man vom ausgezahlten Betrag natürlich den Einsatz abziehen. Für die Quotenfestlegung berechnet der Buchmacher zunächst für jedes Ereignis die Wahrscheinlichkeit. Die Summe der Wahrscheinlichkeiten der möglichen Ausgänge ergibt mathematisch immer 100% oder dezimal ausgedrückt 1.

Danach berechnet er daraus die fairen Quoten nach einer festgelegten Formel. Diese fairen Quoten werden nun vom Buchmacher mit einem Faktor, der kleiner als 1 ist, multipliziert. Mit diesem Faktor kann er seinen eigenen Gewinn stark beeinflussen. Sein theoretisches Ziel ist es nämlich, dass sich in der Folge alle Einsätze der Wetteilnehmer so auf die 3 Möglichkeiten verteilen, dass er in jedem Fall seinen geplanten Gewinn macht. In der Praxis fließen neben den reinen Wahrscheinlichkeiten noch andere Überlegungen ein - sehr viele Leute wetten z.B. immer auf hohe Favoriten weshalb die Buchmacher deren Quoten noch weiter nach unten drücken; oder gegenteilig möchte sich ein Wettanbieter vielleicht einmal sehr attraktiv darstellen, bietet eine hohe Quote an und nimmt dabei Verluste bewusst in Kauf. Der Buchmacher weicht manchmal auch absichtlich von seinen eigenen Wahrscheinlichkeitsberechnungen ab, wenn er weiß, dass die Masse der Wetteilnehmer die Wahrscheinlichkeiten anders einschätzt.

Fazit:

Eines wird jedenfalls ganz deutlich - um mit Online-Sportwetten erfolgreich zu sein ist es ganz wichtig die Wahrscheinlichkeiten sehr gut einschätzen zu können. Wer das in seinen Spezialgebieten besser kann als der Buchmacher (was natürlich schwierig ist) oder zumindest deutlich besser als die Masse (was schon viel einfacher ist) hat hier sehr gute Chancen.

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